Sitten und Gebräuche
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Gastgeschenke
Eine der Traditionen in Markedonien ist es, bei einer Festivität oder einer Einladung, dem Gastgeber ein Präsent zu überreichen. Das Geschenkt ist in der Regel eine Kleinigkeit, welche aber innerhalb der Stände unterschiedlich ausfällt.Während es beim einfachen Volke um triviale Dinge geht, wie etwas nettes zu essen, oder vielleicht bei einer Hochzeit einen schönen Korb, oder ein weiches Daunen Kissen, so sind beim Adel die Gastgeschenke von sehr wertvoller Natur. Durch das Gastgeschenk wird nicht nur die Anerkennung des Gastgebers verdeutlicht, sondern die eigene Stellung entsprechend hervorgehoben. Ein Ritter schenkt z.B einem Grafen zum Jahrestag einen gepökelten Fisch. So kann man es jetzt zweierlei deuten. Der Ritter mag den Grafen nicht sehr und es ist ihm nicht sehr viel Wert, für den Grafen grössere Ausgaben zu erheben. Er möchte ihm dies evt. damit auch zeigen, dass er ihn nicht besonders schätz, indem er ihn ein nicht sehr angebrachtes und triviales Gasgeschenk liefert. Allerdings wäre ,das nicht einbringen eines Geschenkes ,damit schon wieder eine Beleidigung.Weiterhin zeigt das Geschenk, was man für eine Person vor sich hat. Ein armer Ritter z.B ,der es sich nur leisten kann, dem Gastgeber vielleicht nur kleine Sachen, wie Speisen oder ähnliches zu präsentieren. Ein Ritter oder adliger, der mehr Geld hat, schenkt vielleicht einen teuren Wein, oder gar eine kleine Menge eines sehr teuren Gewürz. Da Geld gleich Macht heisst, ist es beim Adel sehr beliebt, sich mit Gastgeschenken gegenseitig zu toppen. Was den Gastgeber dann schon einmal eine reiche Beute einbringen kann. Das ist einer der Gründe, warum Festivitäten sehr beliebt sind. Aber auf Dauer kann es z.B einem kleinen Ritter sehr teuer zu stehen kommen.
... und hier einige Tipps:
ein kleiner Beutel Pfeffer (sehr wertvoll), oder andere Gewürze, wie z.B Paprika, Salbei usw. Sehr originell ist ein kleines Stückchen Seife (aber bitte nicht maschinell).Vielleicht auch eine Schachtel edlester Zuckergebäcks? Blöde billige Pralinen, natürlich gut verpackt.Salz kann auch ein Kosbarkeit sein. Oder vielleicht etwas Tee? Aber nie übertreiben, da diese Dinge wirklich Unsummen kosten! Da kann ein Ritter wirklich Pleite gehen!!!
Gastrecht
Eine Weydener bittet stets um das Gastrecht wenn er bei jemanden anderem einkehrt. Ausgenommen sind nur Herbergen die Geld für die Unterbringung und Bewirtung verlangen. Hier zahlt man einfach die Zeche. Reist man im Gefolge eines anderen, meist Adeligen, so bittet dieser für sein gesamtes Gefolge um das Gastrecht.
Ein Weydener akzeptiert das Gastrecht erst, wenn der Gastgeber die Formel "Ich gewähre euch Gastrecht" ausgesprochen hat. In anderen Ländern wird oft um diesen Punkt herumlaviert und nur bestätigt, das der Reisende Gast sei. Es ist daher wichtig auf die Gewährung mit Nachdruck hinzuweisen. Fordern kann man sie natürlich nicht. Da in Weyden jeder weis was das Gastrecht ist, wird auch nicht ohne Nachfrage erklärt worum es sich dabei handelt. Ein Herold oder Bediensteter kann natürlich im Namen seines Herren Gastrecht gewähren, man sollte aber zur Vermeidung von Missverständnissen vorher sicherstellen das der Gefolgsmann dazu auch berechtigt ist.
Wer Gastrecht genießt, muss vom Gastgeber vor den Feinden des Gastes ebenso wie vor den Feinden des Gastgebers geschützt werden. Welch Schande befällt jenen Gastgeber, dessen Gast verletzt wird. Im Gegenzuge ist der Gast natürlich verpflichtet nicht die Hand gegen einen anderen Gast zu erheben. Möchte er dies dennoch tun, so kann er den Gastgeber um die Erlaubniss bitten. Und es steht dem Gastgeber vollkommen frei, dies zu tun oder zu verweigern.
Ebenso würde ein Gast den Gastgeber beleidigen, wenn der Gast in einer vermeintlichen Gefahr zu den Waffen greift. Die Aussage wäre eindeutig so, dass man es dem Gastgeber nicht zutraut seine Gäste zu beschützen. Anders ist es allerdings, wenn der Gasgeber seine Gäste um Hilfe bittet. Diesem Wunsch ist nicht ehrenrührig und sollte nach besten Möglichkeiten entsprochen werden, er jedoch explizit ausgesprochen werden.
Das Gastrecht gilt eigentlich nur für Personen von Stand. Es steht dem Gastgeber jedoch gut zu gesichte wenn er auch den Geringsten aufnimmt und an seine Tafel bittet, wenn dieser an seine Pforte klopft.
Kopfbedeckung
Die Kopfbedeckung ist eines der wichtigeren Kleidungsstücke. Egal,ob Bauer, Freier oder Adliger, jeder trägt eine Kopfbedeckung. Das ist nicht nur aus einem Modetrend, sondern aus einer recht wichtigeren Angelegenheit enstanden. Das Kopfhaar ist bei den gegebenen Mitteln nicht immer so leicht zu waschen und sauber zu halten. Ausserdem kann es auch einmal Kopfläuse geben. Damit man ein wenig geschützt ist und andere dies auch nicht gleich sehen, sind Kopfbedeckungen benötigt worden. Mit der Zeit entwickelte sich halt auch bei diesen gewisse Modeformen. Es gilt also als recht unhöfflich, wenn man keine Kopfbedeckung trägt. Gerade beim Adel sieht man es nicht gern, wenn ohne eine solche aufgetreten wird. Wenn man allerdings unter Feunden ist und kein besonderer Zwang bzw. Etikette erwünscht ist, dann kann man schon einmal die Bedeckung abnehmen. Dies würde z.B erfolgen, wenn man mit mehreren befreundeten Rittern auf der Stube ist und ein recht unzwanghafter Ton herrscht. Betritt allerdings eine Dame den Raum, so sollte man schleunigst seine Kopfbedeckung aufsetzten.
Recht und Gericht
Der Fürst hält zum Frühjahrsbeginn Gericht, um das neue Jahre mit Gerechtigkeit für alle beginnen zu können.
